Conwex Schulungszwilling: SPS-Training & Virtuelle Inbetriebnahme ohne Stillstand | NexaSwift

Conwex Schulungszwilling: SPS-Training & Virtuelle Inbetriebnahme ohne Stillstand | NexaSwift

Unerfahrenes Personal ist nicht das Problem – fehlende Trainingsumgebungen sind es


Lernen an der realen Anlage kostet Zeit, Geld und Sicherheit

In vielen Automatisierungsprojekten zeigt sich immer wieder dasselbe Muster: Neue Mitarbeitende, Junior-Techniker oder Berufseinsteiger sollen sich schnell in Prozesse, Abläufe und Systemlogiken einarbeiten, haben dafür aber kaum eine geeignete Umgebung. Gelernt wird dann direkt an der realen Anlage, was meist unter Zeitdruck im laufenden Betrieb und häufig mit wenig Spielraum für Wiederholung oder Fehler geschieht.

Das ist in der Praxis problematisch. Wer ausschließlich an produktiver Hardware lernt, riskiert Stillstände, unnötige Fehlersuchen, Zeitverluste und im ungünstigsten Fall sogar Schäden an der Anlage. Die Folge ist oft eine Einarbeitung, die weder effizient noch planbar ist.

Dabei liegt die Ursache meist nicht in mangelnder Qualifikation oder fehlender Motivation. Häufig fehlt schlicht eine Trainingsumgebung, in der Abläufe sicher, strukturiert und reproduzierbar vermittelt werden können.


Schulungszwillinge schaffen eine sichere und reproduzierbare Lernumgebung

Genau an diesem Punkt setzen Schulungs- und Validierungszwillinge an. Sie schaffen einen realitätsnahen, aber kontrollierten Raum, in dem typische Abläufe, Störungen und logische Zusammenhänge trainiert und getestet werden können und das ohne Eingriff in die Produktion und Risiko für reale Hardware.

Ein solcher Zwilling ermöglicht nicht nur Schulung, sondern auch Diagnose, Tests und vorbereitende Inbetriebnahme unter reproduzierbaren Bedingungen. Lernende können Prozessverständnis aufbauen, Fehlerbilder nachvollziehen und Reaktionen von Systemen sicher erleben. Unternehmen gewinnen gleichzeitig eine Umgebung, in der Wissen systematisch vermittelt werden kann, statt es nur situativ im Projektalltag weiterzugeben.

Gerade in der industriellen Automatisierung ist das ein entscheidender Vorteil: Training wird vom risikobehafteten Nebenschauplatz zu einem planbaren Bestandteil der Qualifizierung.


Der Conwex Zwilling: Schulungs- und Vorschauzwilling für die Automatisierung

Gemeinsam mit unserem Partner Conwex GmbH haben wir einen NexaTwin Schulungszwilling einer Vermessungsanlage entwickelt. Ziel war es, eine Anwendung bereitzustellen, mit der typische Funktionen eines Förder- und Handhabungssystems realitätsnah nachvollzogen, getestet und trainiert werden können.

Der Zwilling bildet dafür zentrale Komponenten einer solchen Anlage digital ab, darunter Fördertechnik, Achsen, Sensorik, pneumatische Elemente sowie Greiferfunktionen. Ergänzt wird das Modell durch eine PLC-Schnittstelle über PLCSIM Advanced, sodass auch die Kopplung an typische SPS-Strukturen praxisnah umgesetzt werden kann.

Ab sofort ist der Conwex Zwilling im NexaSwift Marketplace in zwei Varianten verfügbar. Die erste Variante ist ein kostenloser Vorschauzwilling, der sich insbesondere für einen schnellen Technik-Check sowie für Performance- und Systemtests eignet. Die zweite Variante ist die Unlimited-Version als Schulungszwilling. Sie ist für praxisnahes Training, Diagnose und virtuelle Inbetriebnahme ausgelegt und umfasst die PLC-Anbindung.

Damit steht je nach Zielsetzung entweder ein niedrigschwelliger Einstieg oder eine vollwertige Trainingsumgebung zur Verfügung.


Was sich mit dem Schulungszwilling konkret trainieren undtesten lässt

Der konkrete Mehrwert eines Schulungszwillings zeigt sich vor allem dann, wenn Lernen nicht nur theoretisch, sondern an realen Prozessabläufen stattfinden soll. Anwender können typische SPS-Funktionen unter praxisnahen Bedingungen trainieren und nachvollziehen, wie Signale, Zustände und Verriegelungen im Zusammenspiel reagieren.

Auch zusammenhängende Abläufe aus Fördertechnik, Handling und Peripherie lassen sich im Modell durchgängig abbilden. Dazu gehören beispielsweise Freigabeketten, Stau- und Verriegelungslogiken, pneumatische Stopper und Zylinder oder Greiferfunktionen innerhalb eines Handhabungsprozesses. Gerade für Lernende entsteht dadurch ein deutlich besseres Verständnis für Abläufe, Abhängigkeiten und Fehlerursachen.

Darüber hinaus eignet sich der Zwilling für Aufgaben in der Antriebstechnik und im Umgang mit Technologieobjekten. Freigaben, Achslogiken und typische Fehlerreaktionen können in einer Umgebung geübt werden, die reale Projektbedingungen abbildet, ohne reale Risiken zu erzeugen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Diagnose. Typische Fehlerbilder wie in Sensorik, Freigaben oder in der Antriebskommunikation. Sie können gezielt erzeugt, erkannt und behoben werden. Auch Funktionen wie Werkstückträger-Tracking über RFID lassen sich nachvollziehbar trainieren. Das macht den Zwilling nicht nur für Schulung, sondern auch für Test- und Validierungsaufgaben relevant.


Qualifizierung planbarer gestalten und Anlagen im Betrieb entlasten

Für Unternehmen liegt der Vorteil vor allem in der Planbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Schulung an einer virtuellen Umgebung ist in vielen Fällen deutlich effizienter als Training an realer Hardware. Anlagen müssen nicht blockiert werden, produktive Abläufe bleiben ungestört, und Trainingsmaßnahmen lassen sich unabhängig von Projektphasen vorbereiten und durchführen.

Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass Einarbeitung unter Zeitdruck zu vermeidbaren Fehlern, Rework oder unnötigen Verzögerungen führt. Wissen kann strukturiert vermittelt werden, statt nur punktuell im Projektbetrieb weitergegeben zu werden. Das beschleunigt die Qualifizierung neuer Mitarbeitender und schafft mehr Sicherheit im Umgang mit typischen Aufgaben der Automatisierung.

Insbesondere für Unternehmen, die Nachwuchskräfte systematisch entwickeln oder Junior-Personal schneller in anspruchsvolle technische Umgebungen hineinführen möchten, ist das ein relevanter Hebel.


Bessere Trainingsumgebungen führen zu besseren Ergebnissen

Unerfahrenes Personal ist in den seltensten Fällen das eigentliche Problem. Entscheidend ist vielmehr, ob eine Umgebung vorhanden ist, in der Lernen sinnvoll stattfinden kann. Wenn Einarbeitung nur direkt an der realen Anlage möglich ist, entstehen fast zwangsläufig Druck, Unsicherheit und unnötige Risiken.

Ein Schulungszwilling verlagert diesen Lernprozess in eine sichere, reproduzierbare und technisch belastbare Umgebung. Genau darin liegt sein Wert: Er schafft bessere Voraussetzungen für Qualifizierung, Diagnose und Tests und entlastet gleichzeitig den realen Betrieb.

Mit dem gemeinsam mit Conwex entwickelten Zwilling steht dafür nun eine konkrete Lösung zur Verfügung, die sich unmittelbar in Trainings- und Testkontexte integrieren lässt.

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